Polyzystisches Ovarialsyndrom PCOS ganzheitlich & natürlich behandeln

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Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) natürlich behandeln

Ich hatte es: Das Polyzistische Ovarialsyndrom (kurz PCOS). Es ist eine der häufigsten Hormonstörungen bei jungen Frauen. Zirka 10% der Frauen sollen unter PCOS leiden, welches sich durch Akne, HaarausfallUnfruchtbarkeit und Gewichtszunahme bemerkbar machen kann. In der Schulmedizin wird das PCO-Syndrom meist ausschließlich mit Hormonpräparaten (z.B. Antibabypille) oder dem Zuckermedikament Metformin behandelt. Dies ist eine reine Symptombehandlung, welche zwar die Symptome verdeckt, aber das Problem der Störung nicht „an der Wurzel“ packt. Dass es ganzheitliche und natürliche Methoden zur Behandlung dieser hormonellen Erkrankung gibt, wird außen vor gelassen. Vielleicht hast Du auch folgende Sätze von Deinem Frauenarzt gehört:

Schwanger werden können Sie nicht! Das geht nur mit Hormontherapie oder künstlicher Befruchtung.

Sie können nichts dafür! Das liegt in Ihren Genen. Dementsprechend können Sie auch nichts machen!

Da unten geht bei Ihnen alles kaputt, wenn Sie nicht die Pille einnehmen wollen.

Das sind Sätze, die ich mir damals mit Anfang 20 anhören durfte. Ich war schockiert. Diese Sätze lassen einen verzweifeln, denn es wird einem suggeriert, dass man faktisch “kaputt” ist – nicht richtig funktioniert. Zum Glück habe ich auf meine Intuition vertraut, mir Mut bei anderen Frauen geholt, die PCOS ganz natürlich besiegt haben, und meinem PCO-Syndrom selbst in den Hintern getreten – ganz ohne künstliche Hormone und Diabetesmedikamente.

Was ist das Polyzystische Ovarialsyndrom & wie wird es diagnostiziert?

Der medizinische Begriff Polyzystisches Ovarialsyndrom (oder Polyzystisches Ovar-Syndrom) bedeutet übersetzt: Viele (poly) Zysten an den Eierstöcken (Ovar). Doch kann dieser Begriff in die Irre führen, da nicht alle Frauen mit dem PCO-Syndrom Zysten vorweisen müssen. Genauso kann es zu einer vorschnellen PCOS Diagnose kommen, wenn der Arzt sich lediglich die Ovarien anschaut und auf eine Blutanalyse verzichtet. Aus diesem Grund wollen wir uns erstmal die Thematik der Diagnose etwas genauer anschauen:

Diagnose nach den Rotterdam Kriterien

Es sind die gängigsten Kriterien, die von Ärzten herangezogen werden, um eine Diagnose zu stellen. In der Regel wird eine Frau dann mit PCOS diagnostiziert, wenn mindestens zwei der folgenden drei Kriterien zutreffen:

  • Polyzystische Ovarien (Zysten an den Eierstöcken) 
  • eine unregelmäßige oder ausbleibende Periode 
  • erhöhte Androgen-Werte (erhöhte Werte eines männlichen Hormons, z.B. Testosteron)

Diese Kriterien wurden im Jahr 2003 festgelegt. Ich empfinde sie mittlerweile als unzureichend. Mit diesen Kriterien und der Annahme, dass nur zwei beliebige dieser Kriterien zutreffen müssen, damit eine Frau mit PCOS diagnostiziert wird, kann es schnell zu einer falschen Diagnose kommen. Theoretisch kann eine Frau mit dem PCO-Syndrom diagnostiziert werden, wenn sie „nur“ Zysten an den Eierstöcken sowie eine ausbleibende oder sehr unregelmäßige Periode vorweist. Für diese Diagnose wäre eine Ultraschalluntersuchung völlig ausreichend.

Ein kleiner Hinweis:

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Disclaimer:

Ich bin kein Arzt oder Wissenschaftler! Alle Erklärungen sind sehr vereinfacht dargestellt und Fehler können enthalten sein. Bitte sprich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel oder Änderungen Deiner Ernährung mit einem Arzt oder Ernährungsberater.

Ernährung bei PCOS

Zysten an den Eierstöcken bedeuten noch lange kein PCOS

Unsere Ovarien sind mit Eibläschen (ein Eibläschen = eine Eizelle mit vielen Hilfszellen) gefüllt und diese sind, um genau zu sein, keine normalen “Zysten” (auch wenn sie natürlich nicht so genannt werden), es sind Eisbläschen. Jeden Monat wachsen diese Eibläschen heran, platzen (Eisprung) und werden wieder resorbiert. Wenn eine Frau ganz normal dem Eisprung näherkommt, werden die Eierstöcke bis zu 12 heranreifende Eibläschen beinhalten (bzw. bis zu 25 Eibläschen bei Jugendlichen). Nur eines davon wird jedoch zur vollen Größe heranreifen und dadurch die restlichen in ihrer Entwicklung für diesen Zyklus unterdrücken. Bei Frauen mit PCOS allerdings wird keines der Eibläschen dominieren, es kommt nicht zum Eisprung und somit werden auch die restlichen Eibläschen nicht in ihrem Wachstum gehemmt. Anstatt dessen werden alle Eibläschen noch ein bisschen wachsen und dann in den Eierstöcken als unentwickelte Eibläschen zurückbleiben und im Ultraschall sichtbar sein (wie eine Perlenkette). Erst dann werden sie offiziell Zysten genannt. 

Die Eierstöcke sehen jeden Monat anders aus

Dieser „Perlenketten-Zustand“ muss aber nicht so bleiben. Im Prinzip sehen unsere Eierstöcke jeden Monat etwas anders aus. Jeden Monat reifen neue Eibläschen heran, welche wieder resorbiert werden. Das Vorhandensein von Zysten muss also noch kein Grund für PCOS sein (im Übrigen wird das Vorhandensein von Zysten PCO genannt – also ohne das Syndrom), sagt aber aus, dass Du diesen Monat nicht ovuliert hast. Es erklärt allerdings nicht WARUM Du keinen Eisprung hattest und es schließt auch nicht aus, dass Du in Zukunft wieder einen Eisprung haben kannst.  Es gibt eine Studie, die herausgefunden hat, das Polyzystische Ovarien (viele Zysten an den Eierstöcken) bei 25% der gesunden Frauen vorkommen können. Es bedeutet nicht sofort, dass sich daraus das PCO-Syndrom entwickeln muss oder gar besteht. Aus diesem Grund sind neuere Kriterien zur Diagnose des Polyzystischen Ovarialsyndroms notwendig und ausschlaggebender.

Diagnose nach der “Androgen excess and PCOS society”

Die „Androgen excess and PCOS soceity“ hat im Jahr 2009 neue Kriterien veröffentlicht, bei denen Hyperandrogenämie (zu Deutsch: Erhöhung der männlichen Geschlechtshormone) im Vordergrund steht. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Polyzystische Ovar-Syndrom eine hyperandrogenämische Erkrankung ist. Daraus ergibt sich, dass alle der folgenden drei Kriterien zutreffen müssen, damit PCOS diagnostiziert werden kann:

  • Zysten an den Ovarien und/oder ausbleibender Eisprung
  • klinische und/oder biochemische Hinweise auf Hyperandrogenämie (z.B. erhöhte männliche Hormone und/oder klinische Symptome, wie Hirsutismus oder Akne)
  • Ausschluss anderer Erkrankungen, die erhöhte männliche Hormone zur Folge haben (z.B. Androgenitales Syndrom, kurz: AGS)

Aus diesem Grund sollte Dein Arzt immer sowohl Deine Hormone im Blut als auch klinische Symptome (siehe nächster Punkt) auf erhöhte männliche Hormone zur Untersuchung heranziehen. Eine Diagnose anhand des Ultraschalls ist nicht ausreichend!

Die Symptome von PCOS

Es gibt diverse Symptome und Beschwerden, die auf die Hormonstörung PCOS hindeuten.

    • Kein Eisprung daher Zyklusstörungen, wie ein verlängerter Zyklus oder ausbleiben Periode
    • Unerfüllter Kinderwunsch
    • Bei Schwangerschaft kommt es häufig zu Fehlgeburten
    • Insulinresistenz
    • Übergewicht
    • Akne
    • Haarausfall (androgenetische Alopezie)
    • Männlicher Haarwuchs (Hirsutismus) an z.B. Kinn, Brust, Bauch
    • Metabolisches Syndrom mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Depression und andere psychische Probleme

Es müssen nicht immer alle dieser Symptome bei jeder Frau auftreten. Nur wenige der Betroffenen leiden unter Zwischenblutungen. Etwa 70% der Frauen leiden unter einer Insulinresistenz und nicht alle neigen zu Übergewicht.

Warum habe ich PCOS? 

Stelle Dir Dein Hormonsystem als ein Kommunikationssystem vor, welches Hormondrüsen und Organe miteinander sprechen lässt. Der ganze Körper ist so verknüpft. Hormone beeinflussen sich auch gegenseitig und bilden oft eine Kommunikationskette. Normalerweise “sprechen” Deine Hormone ganz deutlich miteinander und ein Hormon fördert die Ausschüttung oder Hemmung eines anderen. Aber die Kette lässt sich beeinflussen. Kommt es an einem Punkt der Hormon-Kommunikationskette zu einem Fehler, kann sich das auf alle anderen Hormone übertragen. Das ist dann so ähnlich wie bei dem Spiel “Stille Post” – ein Flüsterspiel, bei dem oft am Ende ein ganz anderes Wort herauskommt, als zu Beginn in die Kommunikationskette gegeben wurde. Beim PCO-Syndrom können mehrere Sachen schieflaufen. Das kommt oft auch auf Deinen PCOS Typ an.

Erhöhte Männliche Hormone

Ganz prägnant bei PCOS ist die Erhöhung der männlichen Hormone (Hyperandrogenämie). Zu viele Androgene sind die Hauptursache für PCOS-typische Symptome, wie Hirsutismus, Akne und Haarausfall. Es ist ganz normal, dass auch bei Frauen männliche Hormone gebildet werden, wir brauchen diese z.B. für unsere Libido und sie helfen uns Muskeln aufzubauen. Die meisten Androgene werden in den Eierstöcken gebildet. Die restlichen kommen jedoch von unseren Nebennieren (Stressdrüsen). Zu viele männliche Hormone können verschieden Ursachen haben:

Zu viel Insulin

Bei Frauen mit PCOS wird sehr häufig ein erhöhter Insulinspiegel beobachtet. Oft wird eine Insulinresistenz festgestellt, welche bei ca. 70% der betroffenen Frauen vorkommen soll. Ist dies der Fall, verbleibt sehr viel des Zuckerhormons Insulin im Blut, welches falsche Signale an die Eierstöcke sendet. Diese wiederum reagieren mit einer erhöhten Androgenausschüttung.

Erhöhter Östrogenspiegel (Östrogendominanz)

Die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (Hormon der Hypophyse, welches für gewöhnlich den Eisprung auslöst, kurz LH) wird jedoch auch durch einen erhöhten Östrogenspiegel ausgelöst. Die Androgene der Eierstöcke werden durch das Enzym Aromatase zu Östrogen umgewandelt. So kann es bei PCOS neben erhöhten männlichen Hormonen gleichzeitig zu einem erhöhten Östrogenspiegel kommen. Das fördert die Einlagerung von Fett – besonders an den Hüften, Oberschenkeln und Armen. Nun beginnt ein Teufelskreis, denn Fett an sich kann ebenfalls eine Form von Östrogen produzieren. Du siehst, dass dies den LH-Wert ebenfalls in die Höhe treiben kann, was wiederum die Produktion von männlichen Hormonen provoziert. Eine Gewichtsreduktion ist für viele Frauen daher von großer Bedeutung.

Zu viel Stress

Wie Du oben gelesen hast, werden einige männlichen Hormone in unseren Nebennieren produziert. Die Nebennieren sind unsere Stressdrüsen, die unter anderem auch Cortisol ausschütten. Frauen mit PCO-Syndrom leiden häufig unter einer niedrigen Stressresistenz – sie können mit Stress weniger gut umgehen.

Die Produktion von Cortisol unter Stress verhindert auf der einen Seite, dass Progesteron ausreichend produziert werden kann (kein Eisprung) und fördert auf der anderen Seite die Ausschüttung von männlichen Hormonen aus der Nebenniere.

Oft leiden Frauen unter chronischem Stress, der auch emotionaler und mentaler Ursache sein kann. Der Leidensdruck, der mit der Hormonstörung entsteht, erhöht den psychischen Druck. Doch PCOS kann auch durch Stresssituationen ausgelöst werden.

Zirka 10% der Betroffenen leiden unter einem Nebennieren-induzierten PCOS. Dies ist laut Heilpraktikerin Lara Briden dann der Fall, wenn alleinig das männliche Hormon DHEA-S erhöht ist, andere Androgene jedoch im Normalbereich liegen. DHEA-S wird zu fast 100% in den Nebennieren produziert. Stressminderung ist in diesem Fall der Schlüssel zur Besserung.

Wie wird PCOS in der Schulmedizin behandelt?

In der Schulmedizin gibt es zwei Möglichkeiten diese Hormonstörung zu “regulieren”: Eine hormonelle Therapie, welche die Pille einschließt, oder das Diabetesmedikament Metformin.

Eine Hormontherapie mit künstlichen Hormonen (z.B. mit der Antibabypille) ist jedoch nicht in der Lage das PCO-Syndrom zu heilen. Diese Methode wird zudem keinen natürlichen Zyklus anregen können. Es mag jedoch dazu beitragen, dass männliche Hormone wieder reduziert und Zysten resorbiert werden. Somit können viele Symptome, die mit erhöhten männlichen Hormonen einhergehen, für den Zeitraum der Pilleneinnahme verschwinden. Die grundlegende Ursache bleibt jedoch bestehen und wird aus diesem Grund nach Absetzen der Pille, das PCO-Syndrom mit allen Symptomen wieder hervorbringen. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlich groß, dass sich nun auch andere körperlichen Probleme manifestieren konnten, da PCOS voranging ein metabolisches Problem  ist (Blutzucker, Gewichtsprobleme etc.). Auch kommt die Pille mit vielen Nebenwirkungen daher, sie kann eine Insulinresistenz fördern, Vitalstoffe entziehen und den Darm schädigen. Diese Problematik kann sich negativ auf das PCO-Syndrom auswirken. 

Cortison

Cortisonpräparate, welche vorrangig auf die Nebennieren wirken sollen, können ebenfalls bei PCOS verschrieben werden. Dort sollen sie die Ausschüttung der männlichen Hormone reduzieren. Aber auch Cortison ist für viele unschöne Nebenwirkungen, wie Gewichtszunahme (besonders durch Wassereinlagerungen) und Blutzuckerprobleme, bekannt.

Metformin

Bei einer vorhandenen Insulinresistenz kommt fast immer das Zuckermedikament Metformin zum Einsatz. Jedoch kann es auch Frauen ohne Insulinresistenz verschrieben werden, weil damit ebenfalls sehr positive Erfahrungen gemacht worden sind. Die Regulierung des Blutzuckerspiegels kann den Hormonhaushalt wieder ins Lot bringen und die Periode anregen. Diese Wirkung kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber auch Metformin hat Nebenwirkungen. Betroffene klagen oft über Magen-Darm-Beschwerden, die den Alltag einschränken.

 

Symptombehandlung gegen Ursachenbekämpfung

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Schulmedizin mit ihrer Behandlungsmethode selten die Ursachen dieser hormonellen Störung angeht. Eine ganzheitliche Behandlung auf Basis der Naturheilkunde ist genauso wirksam, versucht aber darüber hinaus die Ursache zu bekämpfen und kommt meist ohne Nebenwirkungen aus. Jedoch weisen nur wenige Ärzte auf solche Methoden hin und geben den oftmals verzweifelten Patientinnen kaum weiterführende Informationen. 

Ganzheitliche und natürliche Behandlung bei PCOS

Aus diesem Grund möchte ich Dir nun über 11 natürliche Maßnahmen zur Regulierung bei PCOS vorstellen. Bevor Du jedoch etwas davon versuchst, lasse Dich bitte gründlich von Deinem Arzt untersuchen und lasse andere Erkrankungen ausschließen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion, welche ähnliche Symptome wie das PCO-Syndrom hervorrufen kann).

1. Stelle Deine Ernährung um und vermeide Zucker

Mit unserer westlichen Ernährung haben wir die Weichen für diverse Volkskrankheiten gestellt. Nicht selten essen wir zu viele Kohlenhydrate in Form von weißem Mehl (Weizen), Zucker und Teigwaren. In wenigen Jahrzehnten wurden unsere Mahlzeiten immer kalorienreicher, zuckerhaltiger und enthielten dazu immer weniger Vitalstoffe und Ballaststoffe.

Der beste Lösungsansatz bei PCOS ist die drastische Reduzierung von Zucker – insbesondere in Form von versteckten Zuckern (z.B. in Ketchup und Limonaden) sowie Süßigkeiten und Teigwaren. Gemüse sollte den größten Teil des Tellers ausmachen, da es reich an Ballaststoffen ist und viele gesunde Mineralien enthält. Ausreichend Protein zu jeder Mahlzeit kann den Blutzucker stabilisieren und ein angenehmes Sättigungsgefühl fördern. Auch gesunde Fette mit viel Omega-3 Fettsäuren sollten täglich auf dem Teller landen.

Ein kompletter Verzicht auf Kohlenhydrate oder eine sehr strenge Low Carb Ernährung ist jedoch nicht notwendig und kann auf Dauer sogar schädlich für den weiblichen Körper sein. Jedoch wird sich eine allgemeine Reduzierung von Kohlenhydraten sehr positiv auf den Körper auswirken. Kohlenhydrate sollten sparsam und in Form von vollwertigen und ballaststoffreichen Produkten aus der Natur bezogen werden. Beispiele hierfür sind:

  • Hülsenfrüchte (z.B. Kichererbsen)
    Vollkornprodukte
    Quinoa
    Kartoffeln
    Süßkartoffeln
    Samen & Nüsse

Mit einer gemäßigten Kohlenhydrataufnahme kann der Insulinspeigel oftmals erfolgreich gesenkt werden und somit können auch männliche Hormone zurückgehen. 

Wie Du Deine Hormone mit Deiner Ernährung regulieren kannst, erfährst Du in meinem neuen Buch „Leben mit dem PCO-Syndrom„.

2. Ausreichend Bewegung & Sport bei PCOS

Sportliche Betätigung ist bei PCOS unbedingt erforderlich – es sei denn, die Nebennieren sind stark in diesem Krankheitsbild involviert, dann sollte er sanfter ausfallen.

Bei übergewichtigen Frauen und Frauen mit Insulinresistenz bieten sich Krafttraining und kurze intensive Cardioeinheiten an. Diese Art von Training fördert die Insulinsensibilität der Muskelzellen. Somit wirkt sich Kraftsport sehr positiv auf eine Insulinresistenz aus. Außerdem spielt Sport eine wichtige Rolle bei der Gewichtsabnahme. Beides – eine Verbesserung der Insulinresistenz und eine Gewichtabnahme – wirken sich positiv auf das Polyzystische Ovarialsyndrom aus und können männliche Hormone senken.

Wer stark unter Stress leidet, sollte sanftere Methoden bevorzugen. Tägliche Walks in der Natur und Yoga können helfen, die Hormone wieder in Balance zu bringen. Yoga und Sparziergänge sind bei allen PCO-Typen empfehlenswert.

3. Gewichtsreduktion

Wie bereits erwähnt, kann eine Gewichtsabnahme (bei Übergewicht) wesentlich dazu beitragen, dass sich Hormone ganz natürlich regulieren können. Das passiert am besten mit Hilfe einer Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung. 

Studien zeigen, dass es noch nicht mal einer großen Gewichtsreduktion bedarf, damit sich der Körper wieder “normalisieren” kann. Oft reicht es schon, wenn 5% bis 15% des Körpergewichts abgenommen werden. Ganz prägnant ist hier die Verbesserung der Fruchtbarkeit, da sich nach Gewichtsabnahme sehr häufig wieder eine Regelblutung einstellt.

4. Darmsanierung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufdecken

Unterschwellige Entzündungsprozesse spielen bei fast allen PCOS Typen eine Rolle. Unsere Ernährung und ein kranker Darm können dabei die Ursache sein. Eine Dysbiose (Fehlbesiedlung des Darms) oder sogar ein Leaky Gut (durchlässige Darmschleimwand) können Mitauslöser von PCOS sein, wobei häufig auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen.

Bestimmte Lebensmittel bei PCOS meiden

Das Weglassen kritischer, entzündungsförderlicher Lebensmittel ist oft der erste Schritt zur Besserung. Häufige Übeltäter sind:

  • Zucker
  • Milchprodukte
  • Gluten (oder nur Weizen)

Durch eine Eliminierungsdiät und/oder das Führen eines Ernährungstagebuchs können diese Lebensmittel oft kostengünstig auf ihre Verträglichkeit getestet werden. Weitere kritische Lebensmittel, auf welche der Körper Unverträglichkeiten am ehesten entwickelt, sind:

  • Eier
  • Nüsse
  • Erdnüsse
  • Soja

Wem eine Eliminierungsdiät und das Führen eines Tagebuches zu anstrengend erscheinen, kann sich das Leben durch einen Nahrungsmittel-Reaktionstest für zu Hause erleichtern

Basistherapie Darmsanierung bei PCOS

Anschließend sollte der Darm saniert werden. Anstatt hier irgendwelche Probiotika einzunehmen, wie es oft empfohlen wird, rate ich häufig zu einem geeigneten Stuhltest und einer anschließenden (3-Phasen) Darmkur. Es gibt Zustände des Darms (z.B. eine entzündete Darmschleimhaut oder eine Dünndarmfehlbesiedlung), bei denen eine sofortige Probiotikabehandlung nicht sinnvoll ist und den Zustand des Darms noch verschlimmern kann. Eine Behandlung ist sehr individuell.

Da der Darm sehr eng mit unserem Immunsystem verknüpft ist, welches bei Entzündungsprozessen stark alarmiert ist, ist eine Darmsanierung für viele Frauen mit PCOS sinnvoll. Die Heilung des Darms benötigt Zeit (mindestens 6 bis 12 Monate), je nach Zustand und Problem. Die Behandlung sollte allumfassend und sanft sein. Ich empfehle dazu mit einem erfahrenen HeilpraktikerIn zu sprechen.

4. Darmsanierung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufdecken

Unterschwellige Entzündungsprozesse spielen bei fast allen PCOS Typen eine Rolle. Unsere Ernährung und ein kranker Darm können dabei die Ursache sein. Eine Dysbiose (Fehlbesiedlung des Darms) oder sogar ein Leaky Gut (durchlässige Darmschleimwand) können Mitauslöser von PCOS sein, wobei häufig auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen.

Bestimmte Lebensmittel bei PCOS meiden

Das Weglassen kritischer, entzündungsförderlicher Lebensmittel ist oft der erste Schritt zur Besserung. Häufige Übeltäter sind:

  • Zucker
  • Milchprodukte
  • Gluten (oder nur Weizen)

Durch eine Eliminierungsdiät und/oder das Führen eines Ernährungstagebuchs können diese Lebensmittel oft kostengünstig auf ihre Verträglichkeit getestet werden. Weitere kritische Lebensmittel, auf welche der Körper Unverträglichkeiten am ehesten entwickelt, sind:

  • Eier
  • Nüsse
  • Erdnüsse
  • Soja

Wem eine Eliminierungsdiät und das Führen eines Tagebuches zu anstrengend erscheinen, kann sich das Leben durch einen Nahrungsmittel-Reaktionstest für zu Hause erleichtern

Basistherapie Darmsanierung bei PCOS

Anschließend sollte der Darm saniert werden. Anstatt hier irgendwelche Probiotika einzunehmen, wie es oft empfohlen wird, rate ich häufig zu einem geeigneten Stuhltest und einer anschließenden (3-Phasen) Darmkur. Es gibt Zustände des Darms (z.B. eine entzündete Darmschleimhaut oder eine Dünndarmfehlbesiedlung), bei denen eine sofortige Probiotikabehandlung nicht sinnvoll ist und den Zustand des Darms noch verschlimmern kann. Eine Behandlung ist sehr individuell.

Da der Darm sehr eng mit unserem Immunsystem verknüpft ist, welches bei Entzündungsprozessen stark alarmiert ist, ist eine Darmsanierung für viele Frauen mit PCOS sinnvoll. Die Heilung des Darms benötigt Zeit (mindestens 6 bis 12 Monate), je nach Zustand und Problem. Die Behandlung sollte allumfassend und sanft sein. Ich empfehle dazu mit einem erfahrenen HeilpraktikerIn zu sprechen.

 5. Omega-3 Fettsäuren können bei PCOS helfen

Gesunde Fette wirken sich äußerst positiv auf unsere Hormone aus. Besonders Omega-3-Fettsäuren sind wichtig. Sie sind dafür bekannt, dass sie gut für unser Gehirn sind und stille Entzündungen im Körper reduzieren können.

Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls gesund, jedoch bedarf es das richtige Verhältnis von Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren in unserem Körper. Meist übersteigt unser Omega-6-Konsum unseren Omega-3-Konsum weit. 

Omega-3 laut Studien bei PCOS hilfreich

Omega-3-Fettsäuren, das wurde in einer Studie herausgefunden, wirken sich sehr positiv auf das PCO-Syndrom aus. Die Probandinnen nahmen für acht Wochen täglich vier Omega-3-Kapseln ein, welche jeweils 180 mg EPA und 120 mg DHA enthielten. Was eine Gesamtdosis von 1600 mg (oder 1,6 g) Omega-3-Fettsäuren machte. Bei diesen Frauen verbesserten sich die Blutzucker– und Insulinwerte sowie die Cholesterin-Werte. Außerdem stieg der Wert für Adiponektin. Dies ist ein Peptidhormon, welches Insulin beeinflusst und bei übergewichtigen Menschen meist zu gering ausfällt. Daher können sich Omega-3-Fettsäuren sehr positiv auf eine Insulinresistenz und Übergewicht auswirken. Auch wurde in der Studie hervorgehoben, dass die Testosteron-Werte bei den Frauen mit der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren sanken und sich das Verhältnis von LH zu FHS verbesserte.

Gleichzeitig ist die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren bei einer Darmsanierung ratsam, da sie sich positiv auf die Darmschleimhaut auswirken.

Omega-3 findest Du in:

  • Leinsamen & Leinöl
    Leindotteröl
    Chia
    fettem Fisch (z.B. Lachs)

Es kann jedoch sein, dass mit der Nahrung nicht ausreichend Omega-3 Fettsäuren aufgenommen werden können und diese somit für eine therapeutische Einnahme nicht genügen. Hierfür können Fischöl- oder Krillöl eingesetzt werden. Ich persönlich nehme jeden Tag das Fischöl von Tisso Naturprodukte* ein. Für Veganer eignet sich Algenöl*. Omega-3 aus Leinsamenöl wird vom Körper weniger gut verwertet!

Gleichzeitig sollten auch die Omega-6-Fettsäuren in der Nahrung reduziert werden, welche sich sehr häufig in Pflanzenölen und Nüssen finden (z.B. Sonnenblumenöl).

6. Nahrungsergänzungsmittel DIM

DIM (oder Diindolylmethan) ist ein Wirkstoff, den wir in der Pflanzenfamilie der Kreuzblütler (Kohlgemüse) finden. Er gilt als stark entzündungshemmend und Leber unterstützend. Das allein wären schon sehr gute Eigenschaften, die bei dem PCO-Syndrom helfen könnten. Jedoch ist DIM auch dafür bekannt, dass es beispielsweise bei Akne und Haarausfall helfen kann, da es sich sehr positiv auf den Östrogen- und Testosteronspiegel im Körper auswirkt.

Eine Untersuchung an Männern! zeigte, dass eine große Dosis DIM als Nahrungsergänzungsmittel (mehr als 100 mg) die Wirkung von Testosteron “blockiert”, indem es sich an die Testosteronrezeptoren in den Zellen bindet und diese somit unzugänglich für die eigenen männlichen Hormone macht. Ob die Wirkung auch bei Frauen zu erwarten ist, wurde nicht untersucht.

DIM bei Östrogendominanz im Zusammenhang mit PCOS

Geringe Dosen von DIM (weniger als 100 mg am Tag) können die Verstoffwechselung von Östrogen in der Leber positiv beeinflussen. So soll es den “Entgiftungsprozess” von Östrogen anregen, sodass dieses in eine inaktive Form umgewandelt wird und über die Verdauung ausgeschieden werden kann. Somit kann eine Östrogendominanz gemildert und auch die Testosteronwerte können ggf. nach unten korrigiert werden.

Jedoch sollte ein solches Nahrungsergänzungsmittel nur in Begleitung mit anderen ganzheitlichen Maßnahmen verwendet werden. Außerdem ist anzumerken, dass DIM noch besser wirken kann, wenn gleichzeitig wichtige Kofaktoren im Körper vorhanden sind. So hilft DIM in Verbindung mit den aktiven Formen von Vitamin B12 und Folat (Vitamin B9) noch besser, da sie die körpereigene Entgiftung ebenfalls anregen.

DIM kannst Du aber auch sehr natürlich durch Deine Nahrung aufnehmen und so Deinen Körper noch gezielter bei der Entgiftung von Hormonen unterstützen. Iss dazu mehr von folgendem Gemüse:

  • Brokkoli
    Blumenkohl
    Rosenkohl
    Rotkohl
    Radieschen
    Rucola
    Kresse

7. Inositol bei PCOS mit Insulinresistenz

Sehr gern bei PCOS eingesetzt und bereits sehr bekannt ist Inositol. Dabei handelt es sich um vitaminähnliche Stoffe, welche eine wichtige Rolle in unseren Zellprozessen spielen. Unser Körper kann Inositol für gewöhnlich selbst herstellen oder zieht es sich aus der Nahrung. Bei vielen Frauen mit dem PCO-Syndrom können diese Zellprozesse, welche Insositol involvieren, jedoch fehlerhaft ablaufen, da eventuell nicht genügend Inositol zur Verfügung steht. Das wiederum stört vor allem die Insulinregulation und kann dann weiterführende hormonelle Probleme (PCOS) auslösen.

Nahrungsergänzungsmittel mit Inositol können sich laut Studien positiv auf diese gestörten Zellprozesse auswirken. So wurde beobachtet, dass die Zellen gegenüber Insulin wieder sensibler reagieren und auch Testosteronwerte sinken können.

Es gibt zwei Formen von Inositol, die entweder einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. In Studien am meisten untersucht wurde Myo-Inositol. Doch seit kürzerer Zeit werden Präparate, welche Myo-Inositol und D-chiro-Inositol vereinen, diesen vorgezogen. Untersuchungen weisen darauf hin, dass Kombipräparate eher zum Erfolg führen. Folgende Produkte, die Du auch in der Apotheke erhälst, enthalten beide Formen von Inositol:

Fertilovit PCOS* (+ viele weitere Mineralien und Vitamine)

Inositol von effective nature* (+ Vitamin B6 und Folsäure) 

Achtung! Für manche Frauen kann es schädlich sein Folsäure (synthetische Form von Folat) zu sich zu nehmen. Grund dafür ist die genetische Mutation MTHFR. Diese Frauen sollten nur die aktive Form von Folat zu sich nehmen. Daher kann es ratsam sein, Inositol ohne Zusätze zu nehmen plus ein zusätzliches Folat-Präparat (5-MTHF oder 5-Methyltetrahydrofolat).

Ovarifert (mit aktivem B12 & anderen Vitalstoffen) 

Keine Gewichtsreduktion durch Inositol

Dadurch, dass es sich positiv auf den Blutzucker- und Insulinspiegel auswirken kann, erhoffen sich viele Frauen von der Einnahme von Inositol Hilfe bei einer Gewichtsreduktion. Dies konnte in Studien jedoch nicht belegt werden. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Inositol allein nicht zu einer Gewichtsabnahme führen wird.

Regulierung des Zyklus und verbesserte Qualität der Eizellen

Dennoch kann Inositol bei der Regulierung des weiblichen Zyklus helfen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen. Besonders Myo-Inositol wirkt sich positiv auf die Qualität der Eizellen aus. Eine hohe Dosierung von Chiro-Inositol kann allerdings das Gegenteil bewirken, wie in einer Studie nachgewiesen wurde. Jedoch hat Chiro-Inositol eine sehr positive Wirkung auf den Insulinsensibiltät anderer Organe. Aus diesem Grund erhalten Kombi-Präparate immer eine geringere Menge Chiro-Inositol und setzen vorranging auf Myo-Inositol.

Die Einnahme von Inositol gilt als sicher und soll mit keinen wesentlichen Nebenwirkungen einherkommen. Hohe Dosen können allerdings Beschwerden des Verdaungssystems hervorrufen. So kann ich bestätigen, dass mir nach der Einnahme oft übel war und ich diese daher schnell abbrach. Aber auch Blähungen und Durchfall sind möglich.

In welchen Lebensmitteln steckt Inositol:

  • Getreideprodukte (Vollkorn)
    Früchte (Orangen, Grapefruit, Birnen, Pfirsich)
    Hülsenfrüchte
    Nüsse & Samen
    Fleisch (Rind, Leber)

8. Coenzym Q10 bei PCOS mit Fett- und Zuckerstoffwechselstörung

Es gibt mittlerweile einige Studien, welche positive Effekte von Coenzym Q10 (CoQ10) auf das PCO-Syndrom nachweisen. Kein Wunder, denn ein Teil der Hormonsynthese findet in den Mitochondrien statt und hier wird CoQ10 gebraucht.

Mitochondrien sind Zellorganellen, welche für die Energieproduktion innerhalb der Zelle und somit für den ganzen Körper verantwortlich sind. In ihnen finden die mitochondriale Atmungskette statt, wo ganz grob ausgedrückt Nährstoffe (z.B. Kohlenhydrate) in ATP (die Energiewährung des Körpers) umgewandelt werden. Für diesen Prozess braucht es bestimmte Coenzyme und so auch Coenzym Q10 – ohne diese würde die Atmungskette nicht funktionieren.

Die Mitochondrien rücken immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit und ihre Wichtigkeit für den menschlichen Organismus wird immer deutlicher. Immer häufiger werden jedoch Mitochondrienpathien festgestellt, das bedeutet, dass sie nicht mehr richtig arbeiten können. Das kann Auswirkungen auf den Cholesterin- und Insulinspiegel haben, genauso wie auf andere Hormone und die Fruchtbarkeit.

 

Coenzym Q10 kann Cholesterin senken

Da in den Mitochondrien ein Teil der Hormonsynthese stattfindet, so zum Beispiel die Umwandlung von Cholesterin in Pregnenolon (die Vorstufen aller Steroidhormone), kann es zu einem Überschuss an Cholesterin im Blut kommen, wenn eine Mitochondrienpathie vorliegt.

Eine Studie mit 60 PCOS-Patientinnen zeigt, dass die Einnahme von 100 mg CoQ10 über zwölf Wochen, die gesamt- sowie LDL-Cholesterin-Level signifikant senken kann. Ein Grund könnte genau diese Wirkung auf die Mitochondrien sein.

 

CoQ10 hat einen positiven Einfluss auf den Blutzucker und Insulinspiegel

Die gleiche Studie zeigt aber auch, dass Coenzym Q10 über zwölf Wochen auch noch den Nüchternblutzucker sowie den Insulinwert ebenfalls senken kann. Aus diesem Grund könnte es auch eine durchaus gute Alternative zu Metformin für Frauen mit Insulinresistenz sein.

Darauf weist auch eine weitere Studie aus diesem Jahr (2019) hin. 86 Frauen mit PCOS erhielten über acht Wochen Coenzym Q10. Auch hier wurde der Nüchternblutzucker gesenkt, der HOMA-Index (ein Index, für die Feststellung von Insulinresistenz) positiv beeinflusst und auch die Testosteronwerte konnten erheblich gesenkt werden. Gab man zusätzlich noch Vitamin E, konnte ebenfalls der SHBG-Wert nach oben korrigiert werden.

 

Q10 senkt Anti-Müller-Hormon

Sehr oft ist das Anti-Müller-Hormon (AMH) bei Frauen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom erhöht. Kein Wunder, denn es ist ein Indikator für die Eizellreserve und diese ist durch die „Zysten“, welche zurückgebliebene Eifollikel sind, eben erhöht. Die gute Nachricht: Coenzym Q10 kann diesen Wert laut Studien senken.

Ich persönliche nehme das Produkt „Pro Q10 Spectrum“* von Tisso Naturprodukte, welches noch weitere gute Inhaltsstoffe für die Mitochondrien enthält, z.B. Vitamin B3 – ein wichtiger Bestandteil der Coenzyme NAD und NADP, welche ebenfalls in der mitochondrialen Atmungskette gebraucht werden. Es gibt aber auch Produkte mit reinem Q10*, die sich auszuprobieren lohnen.

9. Vitalstoffe für die PCOS-Patientin


Zink

Frauen mit PCOS tendieren stark dazu einen zu geringen Zinkwert im Blut zu haben und gleichzeitig ist die Antibabypille dafür bekannt, einen Zinkmangel im Körper auszulösen. Da PCOS oft mit der Pille behandelt wird, ist ein Zinkmangel bei vielen Frauen mit PCO-Syndrom sehr wahrscheinlich.

Einen Zinkmangel kann man häufig an weißen Flecken auf den Fingernägeln und einer schlechten Wundheilung erkennen, doch sind dies nicht dessen einzigen Symptome. Auch Haarausfall und dünnere Haare können Anzeichen eines Zinkdefizits sein.

Endzündungen senken

Zink ist ein wahres Power-Mineral. Es spielt in diversen Prozessen unseres Körpers eine wichtige Rolle. Oft wird Vitamin C als die Wunderwaffe unseres Immunsystems angepriesen, doch Zink ist ebenfalls sehr wichtig für ein gesundes Immunsystem. Es reduziert chronische Entzündungen im Körper, die beim polyzystischen Ovarialsyndrom sehr häufig auftreten. Auch auf den Insulinspiegel wirkt es sich günstig aus, was wiederum erhöhte Testosteronwerte senken könnte.

Fruchtbarkeit dank Zink

Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Reifung der Eizellen und kann so einen Eisprung begünstigen. Somit kann eine Supplementierung mit Zink bei der Wiedererlangung der Fruchtbarkeit ratsam sein.

Zink hilft bei vermehrtem Haarwuchs und Akne

Hirsutismus ist eine häufige Begleiterscheinung beim PCO-Syndrom, welche nur sehr langsam abklingt. Es stellte sich heraus, dass Zink einem Überschuss an Androgenen entgegenwirken kann. Es blockiert das Enzym, welches Testosteron zu DHT umwandelt, das im Wesentlichen für die Entstehung von vermehrten Haarwuchs verantwortlich ist. Auch kann Zink das Prolaktinlevel senken, welches bei einigen Frauen ebenfalls zu PCOS und Hirsutismus führen kann. Mehr zum Thema Hirsutismus erhältst Du in meinem Artikel über Hirsutismus.

Auch bei Akne kann Zink sehr hilfreich sein. Zum einem entsteht Akne ebenfalls durch den Prozess der Testosteronumwandlung zu DHT, zum anderen wirkt Zink entzündungshemmend und verbessert die Wundheilung, die bei Akne oft beeinträchtigt ist. Ich verwende auch gern lokal eine Zinksalbe, um die Abheilung von Pickeln zu unterstützen.

Zink für eine verbesserten Schilddrüsenleistung

Zusammen mit Jod und Selen spielt Zink eine Schlüsselrolle in der Herstellung und Aktivierung von Schilddrüsenhormonen. Eine beeinträchtigte Schilddrüse kommt sehr häufig bei Frauen mit PCOS vor – meist ist es eine Schilddrüsenunterfunktion. Eine gut funktionierende Schilddrüse wiederum fördert die Aufnahme von Zink und kann so den Kreislauf schließen.

    Magnesium

    Magnesium ist ein Mineral zu welchem ich fast jeder Frau rate. Ich nehme es täglich, weil mein Körper es braucht. Durch häufigen Stress (Termine, Stress, Angespanntheit, Computer, Smartphone etc.) kann es schnell zu einem Magnesiummangel kommen.

    Wie ein Magnesiummangel entstehen kann

    Unser Nervensystem benötigt bei Stress sehr viel Magnesium. Damit Magnesium unserem Körper bereitsteht, wird es aus den Zellen heraus transportiert, um es schnellstmöglich für die Prozesse bereitzustellen, die Magnesium dringend brauchen. Allerdings wird bei Belastung, wie Sport und Stress, vermehrt Magnesium über den Urin und unseren Schweiß ausgeschieden. Meist kommen wir mit dem Wiederauffüllen unserer Magnesiumspeicher nicht hinterher, weil nicht genügend Magnesium in der Nahrung vorhanden ist und/oder weil die Magnesiumaufnahme im Darm gestört ist.

    Da Stress bei Frauen mit Hormonstörungen fast immer eine Rolle spielt, können auch Frauen mit PCOS von Magnesium profitieren.

    Magnesium bei Insulinresistenz

    Es gibt Studien, die einen Magnesiummangel bei Diabetikern und Pre-Diabetikern feststellen konnten. In der Tat ist dieser Zusammenhang sogar sehr häufig zu beobachten. Es wurde untersucht, wie die Einnahme von Magnesium und somit die Wiederauffüllung der Magnesiumspeicher dabei helfen kann, Diabetes entgegenzuwirken. Magnesium ist in der Lage, die Sensibilität unserer Zellen auf Insulin zu verbessern und kann so eine vorhandene Insulinresistenz verbessern.

    Magnesium bei Stress

    Magnesium beruhigt unseren Körper, indem es das Stresshormon Cortisol in Schach hält. Es kann unser Nervensystem relativ schnell entspannen, wenn wir die richtige Magnesiumverbindung für uns einnehmen. Somit ist es ein ausgezeichnetes Nahrungsergänzungsmittel, um uns beim Einschlafen zu helfen. Die Einnahme von Magnesium kann den Schlaf dramatisch verbessern. 

    Weitere Gründe für die Einnahme von Magnesium und welche Präparate ich empfehle, kannst Du in meinem umfangreichen Beitrag über Magnesium nachlesen. 

    10. Mönchpfeffer – Eine gute Wahl bei PCOS?

    Vitex war das erste natürliche „Medikament“, das ich nach Absetzen der Pille zu mir genommen habe. Damals habe ich noch gedacht viel hilft viel und bin mit einer hohen Dosis eingestiegen. Ich habe es auf Amazon gekauft, Du bekommst es aber auch in der Apotheke. Mittlerweile weiß ich, dass schon kleine Dosen eine große Wirkung haben können. Die übliche Abpackung beinhaltet 4 mg.

    Vitex agnus-castus* (zu Deutsch Mönchspfeffer) ist eine Pflanze, die zur Familie der Lippenblütler zählt. Es ist ein so starkes und kraftvolles Kraut, dass es den weiblichen Zyklus und die Fruchtbarkeit auf ganz natürliche Weise stabilisieren kann.

    Es gibt viele Studien, die die Wirksamkeit von Vitex bestätigen und auch ich habe sehr positive Erfahrungen mit Mönchspfeffer gemacht.

    Mönchspfeffer für die meisten Frauen mit PCOS ungeeignet

    Aber Achtung! Auch wenn es ein Produkt der Natur ist, ist Vorsicht geboten. Ich empfehle dieses Präparat nicht allen Frauen mit PCOS. In der Tat ist es nur für wenige Frauen mit PCOS von Vorteil.

    Vitex hilft oft nur, wenn das Hormon Prolaktin erhöht (oder normal, in Nähe des oberen Grenzbereichs) ist. Erhöhtes Prolaktin kann bei einigen Frauen die männlichen Hormone steigern und PCOS-Symptome hervorrufen. Ist Dein LH-Wert erhöhund das ist er bei den meisten Frauen mit PCO-Syndrom der Fall, solltest Du die Finger von Mönchspfeffer lassen. Mönchspfeffer kann das Luteinisierungshormon (LH) erhöhen und dies kann Symptome verschlimmern. Sprich am besten vor der Einnahme mit Deinem Frauenarzt.

    Nimm Mönchspfeffer nie zusammen mit der Pille ein!

    Am besten siehst Du Mönchspfeffer als ein Medikament der Natur, welches keine Dauerlösung darstellt. Sieh es als etwas an, das Deinem Körper einen Anstoß geben soll. Nimm es nicht länger als ein Jahr.

    Mönchspfeffer bei PCOS

    11. Adaptogene

    Das Wort Adaptogene stammt auf dem Lateinischen (“adaptere”) und bedeutet “anpassen”. Adapotgene sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin, im Ayurveda und in der Naturheilkunde dafür bekannt, den Körper zu unterstützen. Sie sollen uns sprichwörtlich zur Seite stehen, um uns an die Bedingungen des Lebens anpassen zu können. Dabei spielt es oft keine Rolle, ob wir mehr oder weniger von etwas brauchen. Sie wirken in beide Richtungen und helfen uns dabei Balance zu finden. Am meisten werden Adaptogene jedoch bei Stress eingesetzt, um dem Körper die Widerstandskraft zu geben, die er braucht. Es gibt unzählige solcher Adaptogene, doch die folgenden empfinde ich als am sinnvollsten bei PCOS:

    Maca

    Maca Pulver ist dafür bekannt, die Ausdauer zu verbessern und Hormone auszubalancieren. Die Knolle gehört, wie Brokkoli und Blumenkohl, zu den Kreuzblütengewächsen. Sie wird in Peru wohl wie eine Kartoffel gegessen.

    Auch wenn es wenig Berichte über die Wirksamkeit von Maca bei PCOS gibt, kann es dabei helfen, besser mit Stress umzugehen und Erschöpfungzustände zu mildern. Es gibt viele Berichte zu Maca und wie es die Widerstandskraft während zehrender körperlicher Bedingungen (z.B. Sport) erhöhen kann. Auch soll es die Libido steigern, welche bei hormonellen Problemen oft auf ein Minimum sinkt. Da sich viele Frauen erschöpft fühlen, kann ein Teelöffel Maca* am Tag (z.B. im Porridge) eine Bereicherung für das tägliche Leben sein.

    Panax Ginseng

    Koreanischer Ginseng wird in vielen Bereichen eingesetzt. Viele Studien haben eine Anti-Stress-Wirkung bewiesen. Des Weiteren kann er die Gedächtnisleistung verbessern. Doch was für uns Frauen noch viel interessanter ist, ist der Effekt von Ginseng auf unsere Hormone. In einer Studien an Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass sich die Einnahme sehr positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken kann. Die Mäuse nahmen in der Studie sogar ab. Ob sich das auf uns Menschen übertragen lässt, kann man jedoch nicht mit Genauigkeit sagen.

    Ginseng soll sich darüber hinaus positiv auf den FSH-Wert auswirken und könnte somit die Progesteron- und Östrogenausschüttung im Körper steigern.

    Süßholzwurzel

    Eines meiner liebsten Adaptogene bei PCOS ist die Süßholzwurzel. Sie wirkt sich sehr positiv auf unsere Stresshormone aus, indem sie die Nebennieren dazu anregt, ein gesundes Level an Cortisol auszuschütten. Außerdem kann sie, laut einer Studie,  Testosteron im weiblichen Organismus reduzieren.

    Im TCM ist sie, in Verbindung mit der weißen Pfingstrose, ein altbekanntes Mittel bei PCOS. Die weiße Pfingstrose soll die Blutzirkulation in den Reproduktionsorganen anregen, was bei Zysten und ausbleibender Periode unterstützend wirken kann. Das Enzym Aromatase wird durch die Pfingstrose aktiviert, das den Körper dabei unterstützt Testosteron in Östrogen umzuwandeln. In diesem Sinne hilft sie ebenfalls dabei Testosteron im weiblichen Körper zu senken.

    Obwohl die Süßholzwurzel sehr süß schmeckt (ein Vielfaches süßer als Zucker), wirkt sie sich sehr positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Ich mag sie auch deshalb sehr gern, da sie eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt hat und eventuell bei einem durchlässigen Darm helfen kann. Die wichtige Rolle eines gesunden Verdauugssystems, haben wir bereits angesprochen, ist bei PCOS unerlässlich. Aus diesem Grund ist die Süßholzwurzel eines meiner liebsten Kräuter.

    Allerdings ist bei der Einnahme Vorsicht(!) geboten. Sie kann den Blutdruck erhöhen. Wer unter einem erhöhten Blutdruck leidet, sollte zu einem anderen Mittel greifen. Man sollte auch bedenken, dass Süßholzwurzel bei Frauen mit geringem Blutdruck Veränderungen im Blutdruck auslösen kann. Daher sollte man es mit der Dosierung nicht übertreiben.

    12. Resveratrol

    Es gibt eine Studie aus dem Jahr 2016, die Resveratrol im Zusammenhang mit PCOS untersucht. Resveratrol gehört zu den Polyphenolen und ist somit ein pflanzliches Antioxidans – Du kennst es bestimmt aus dunklen Weintrauben oder Rotwein. Dem sekundären Pflanzenstoff wird eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem nachgesagt und soll nachweislich entzündungshemmend wirken, was auch bei PCOS von Vorteil sein könnte.

    Es ist eine relativ kleine Studie mit 30 Frauen, die jeweils täglich 1500 mg Resveratrol oder ein Placebo für drei Monate bekamen. Bei der Reveratrol-Gruppe konnten nachweislich die Testosteron- und DHEA-S-Werte gesenkt werden. Ebenfalls besserte sich in dieser Gruppe der Nüchterninsulinspiegel, was auf eine Besserung bei bestehender Insulinresistenz hindeutete.

    Wer nun überlegt, sich täglich ein Glas Wein zu gönnen, dem möchte ich sagen, dass die Menge an Resveratrol in Wein eher gering ausfällt. Die Einnahme von purem Reveratrol sollte allerdings schleichend erfolgen, um den Körper langsam daran zu gewöhnen. Es könnte zu vorübergehendem Durchfall kommen.

    Kennst Du noch weitere natürliche Maßnahmen bei PCOS, die Dir vielleicht sogar persönlich geholfen haben? Schreib es mir gern in die Kommentare. 

    Für mehr Ernährungstipps und Ratschläge: Hole Dir jetzt mein Buch Leben mit dem PCO-Syndrom! 

    🌸Jetzt aber vielen Dank fürs Lesen und viel Sonnenschein für Dich.

    Deine Julia

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    12 Kommentare

    1. Pia

      Super Artikel!
      Mir haben Ashwaganda und Kurkuma bereits geholfen. Jetzt werde ich noch Shatavari ausprobieren. Ggf. sind diese Mittel auch erwähnenswert für dich 🙂

      Antworten
      • Julia Schultz

        Vielen lieben Dan! Diese Seite wird natürlich immer erweitert und diese Mittel schau ich mir gern mal an 🙂
        LG Julia

        Antworten
      • Jasmin

        Hallo Julia,
        Danke für den tollen Beitrag.
        Was Ernährung angeht….lese ich immer wieder dass Kohlenhydrate schlecht sind…Vegan langer Zeit ist auch schlecht…zum Beispiel Brot was kann man als Ersatz nehmen und wie oft ist erlaubt oder Menge?
        Momentan mein Milch Ersatz ist Hafer schmeckt ganz gut aber ich mach mir Gedanken da Habe süß schmeckt
        Danke

        Antworten
        • Julia Schultz

          Kohlehydrate sind nicht per se schlecht. Hier ist es wichtig zu unterscheiden. Es kommt auch auf Deinen PCOS-Typen an. Alle Infos dazu bekommst Du in meinem PCOS Ernährungsguide 🙂

          Antworten
          • Julia

            Liebe Julia,
            danke für Deine tolle Seite und dein Engagement! Du gibst Mut! Mich würde interessieren , welche Ergänzungen du weiterhin nimmst. Würdest du Inositol auch für PCOS ohne Insulinresistenz empfehlen?

            Herzlichen Gruss
            Julia

            Antworten
            • Julia Schultz

              Liebe Julia,

              ich persönlich habe Inositol nur kurz ausprobiert. Mir wurde von der Einnahme leicht übel. Ich habe es auch ohne Inositol in den Griff bekommen. Ausprobieren könnte sich trotzdem lohnen – auch ohne nachgewiesene Insulinresistenz. Ich persönlich nehme immer noch hochdosiert Magnesium, Vitamin C und ein Vitamin Komplex mit verschiedenen Dingen (u.a. B-Vitaminen und Aminosäuren).

              Ganz liebe Grüße
              Julia

    2. Franziska Häberle

      Ich bin froh, auf deinen Blog zu gestoßen zu sein.
      Im März habe ich die Pille abgesetzt, da wir zwar keinen akuten Kinderwunsch haben, irgendwann aber schon mal Kinder wollen & ich nach 14 Jahren einfach genug von der Pille hatte. Nachdem ich bis auf die Abbruchblutung keine Periode mehr bekommen habe, bin ich im September zur Frauenärztin. Diese hat im Ultraschall die Bläschen festgestellt, meinte dass meine Gebärmutterschleimhaut kaum aufgebaut ist und hat dann einen Bluttest und Insulintest angeordnet. Letzterer war negativ und laut Bluttest habe ich einen leichten Überschuss an männlichen Hormonen. Ansonsten habe ich keinerlei Beschwerden oder Probleme, bin normalgewichtig, mache 2x die Woche Sport (BBP/Fitness) & ernähre mich gesund (vegan, beschäftige mich viel mit meiner Ernährung und auch Nahrungsergänzungsmitteln). Die Frauenärztin meinte natürlich, dass bei Patienten ohne Kinderwunsch die Pille das Maß aller Dinge sei und mir in meinem Fall eine Behandlung mit Duphaston (um die Periode einzuleiten) und anschließend Clomifen per Rezept verordnet. Sie meinte aber auch dass wir auch erstmal ein Spermiogramm machen lassen könnten, bevor ich die Hormone unnötigerweise nehme. Ich bat um Bedenkzeit weil mir das jetzt doch alles sehr schnell ging & ich das erst mal daheim bereden wollte, dafür hatte sie nicht so viel Verständnis und hat mir dann das Rezept mitgegeben. Hab dann mit meinem Mann ewig diskutiert & wir haben beschlossen, auf die Hormonbehandlung im jetzigen Fall zu verzichten und einfach mal zu schauen, was irgendwann mal passiert. Ob ich jetzt die Ärztin nochmal deshalb anrufen soll oder einfach bis zur nächsten Vorsorge warten soll, weiß ich noch nicht..
      Ist es schlimm, wenn ich meine Tage weiterhin gar nicht bekomme? Man liest ja öfters was von Krebs, wenn man die Eibläschen nicht abstößt.. Muss man das regelmäßig im Ultraschall kontrollieren lassen?
      Sollte ich noch zu einem anderen Arzt/Endokrinologen? Hashimoto liegt bei mir vor (gut eingestellt aber), kommt wohl oft in dieser Kombi vor..
      Gesetzt den Fall, es ist wirklich PCO und kein Hormonchaos, kann sich das von alleine wieder regulieren oder komme ich irgendwann um Clomifen nicht herum?
      Wenn wir jetzt aktuell keine Kinder wollen, sollten wir dann anderweitig verhüten oder ist es unter PCO sowieso unmöglich?
      Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen. Liebe Grüße

      Antworten
      • Julia Schultz

        Eine zweite Meinung ist immer ratsam. Da Hashimoto vorliegt würde ich schätzen, dass stille Entzündungen bei Dir ein großer Faktor sein könnten. Den Verzicht auf (mindestens) Gluten und Milchprodukte würde ich stark in Betracht ziehen. Vermutlich lohnt es sich auch die Gesundheit Deines Darms checken zu lassen. Dieser hängt mit Hormonstörungen immer eng zusammen und hat auch eine enge Verbindung zu dem Immunsystem (Hashimoto ist einer vorrangig eine Erkrankung des Immunsystems, welches dadurch die Schilddrüse angreift), weshalb ich hier unbedingt mal untersuchen lassen würde, was da vorliegt. Ich kann Dir die Zusammenarbeit mit einer Heilpraktikerin, die in Frauenheilkunde ausgebildet ist, nur empfehlen. Zur Verhütung (die ich auch bei PCOS notwendig, wenn Du keine Überraschung erleben möchtest) empfehle ich Dir NFP. Hierzu hatte ich schon ein tolles Podcast-Interview sowie einen Artikel von der NFP Beraterin Anne: https://www.juliaschultz.net/natuerliche-verhuetung/

        Ich bin der Meinung, dass sich PCOS in den meisten Fällen ganz natürlich regulieren lässt. Man muss nur Geduld und den Willen mitbringen, etwas verändern zu wollen 🙂

        Ganz liebe Grüße
        Julia

        Antworten
    3. Gigi

      Hallo liebe Julia,
      vielen Dank für deinen tollen Blog! Bei wurde erst nach 11 Jahren PCOS festgestellt. Ich wurde seit meinem 17. Lebensjahr von einem zum nächsten Arzt geschickt. Keiner wollte mir so recht bei meinem Hirsutismus helfen. Erst als ich dann 24 war, kam ein Frauenarzt auf die Idee, mir einen Endokrinologen zu empfehlen. Dieser verschrieb mir dann wieder eine Pille, da mein DHT viel zu hoch war und er anhand der Blutwerte auf eine Insulinresistenz tippte. Er meinte aber ich hätte kein PCOS (machte aber auch keine Ultraschalluntersuchung). Ich wechselte 3 1/2 Jahre später zu einen anderen Endokinologen, dort wurde dann anhand eines Ultraschallbildes viele kleine Zysten entdeckt. Auch mein Anti-Müllerhormon war sehr stark erhöht, DHT ebefalls.
      Mit 28 (letztes Jahr im Sommer) habe ich dann die Pille abgesetzt. Mein Körper hatte schon lange eine Abneigung und ich will sie auch nie wieder nehmen. Meine Periode kam wie zu erwarten sehr unregelmäßig, mal viel zu kurz, dann 3 Monate gar nicht. Ich verzichtete aber schon lange auf Zucker und ernährte mich eig gesund. Seit diesem Jahr im Sommer verzichte ich fast komplett auf Milchprodukte und Fleisch (nur noch wenn ich mal ausgehe, bestelle ich mir ab und an was mit Käse und Fleisch). Ich Esse auch morgens, mittags, abends Gemüse und bereite mir alles selber zu (zum Glück koche ich gerne). Bis dato esse ich jedoch noch öfter Glutenhaltige Lebensmittel. Fischöl, Vitamin 3 nehme ich seit ca. 6 Monaten. Inositol nehme ich auch seit ca. 3-4 Monaten. Eisen seit ca. 4 Jahren immer mal wieder. Zudem trinke ich seit ca. einem Monat Zyklustees (also für jede Zyklushälfte eine andere Mischung). Seit einer Woche nun Marokkanicher Minztee. Mein Zyklus hat sich so langsam eingependelt, aber leider habe ich immer noch viele Haare auf der Brust und ganz schlimm sind meine Geheimratsecken und ich habe das Gefühl, dass sie trotz der Ernährungsumstellung und NEM´s größer werden und ich habe Angst im schlimmsten Fall eine Glatze zu bekommen 🙁
      Meinst du, dass sich diese auch wieder zuwachsen bzw. der Ausfall gestoppt werden kann? Nächstes Jahr im März habe ich einen Termin beim Endokrinologen und kann dann endlich meinen Hormonstatus überprüfen lassen. Bis dahin möchte ich natürlich noch eingies tun um meine Hormone ins Gleichgewicht zu bringen. Ich will nun auch je nach Zyklus unterschiedlich essen. Auch habe ich im März einen Termin beim Gastroenterologen, bis dahin bin ich „gezwungen“ Glutenhaltige Lebensmittel zu konsumieren.
      Ich vermute bei mir, dass Entzündungen (habe auch Rosacea), Stress und mein Darm (hatte früher oft Durchfall) eine große Rolle spielen.
      Da ich aber schon meine Ernährung umgestellt habe (merke jedoch immer noch eine bleierne Müdigkeit) und mein Zyklus nun auch regelmäßig kommt, frage ich mich ob der DHT-Wert dann auch irgendwann sinken wird? Hast du da Erfahrungen wie lange das dauert bis dann auch der DHT zu senken beginnt?
      Entschuldigung für den sehr langen Text. Liebe Grüße Gigi

      Antworten
    4. andRea

      Ich mache seit einigen Jahren Akkupunktur. Was mir sehr geholfen hat einen normalen Periodenverlauf zu bekommen und meinen Periodenzyklus zu normalisieren.. welcher aber bei Stress wieder unendlich lang wird. Danke für den Blog, Julia 🙂 er hat mich bestärkt den alternativen Weg zu gehen.

      Antworten
    5. Jenny

      Hallo ich habe eine Fragen zu den Dingen die ich zustätzlich nehmen kann. Kann ich alle vorgeschlagenen Produkte nehmen oder sollte ich mich auf einige beschränken?

      Antworten
      • Julia Schultz

        Ich würde tatsächlich die Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die auf mich und meine Beschwerden am ehesten passen.

        Antworten

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